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Aus Wiki gegen Netzzensur
Mangelndes Verständnis des Internets ist ein Hauptargument der Sperr-Kritiker. Alvar Freude, Mitglied im Vorstand des Fördervereins Informationsrechnik und Gesellschaft e.V. und Mitbegründer des Arbeitskreises gegen Internet-Sperren und Zensur erklärt:
"Man stelle sich vor, ein Zeitungskiosk würde verdächtigt Kinderpornographie zu verkaufen. Die Bundesregierung würde ein Gesetz beschließen, Straßensperren an allen Zufahrtsstraßen zu diesen Kiosk aufzustellen. Versierte Nutzer, nämlich Fußgänger, könnten den Kiosk zwar weiterhin erreichen, aber die Bundesregierung behauptet, die Straßensperren würden den Zugang erschweren. Und die Behinderung des normalen Straßenverkehrs sei nicht so schlimm, schließlich würden dadurch Kinder gerettet. Hier ist jedem klar: die Maßnahme ist unverhältnismäßig und besser wäre, den Kiosk zu schließen und den Ladenbesitzer zur Rechenschaft zu ziehen. Ähnlich verhält es sich mit den geplanten Internet-Sperren. Da die Verbreitung über Server in den USA und Westeuropa einschließlich Deutschland geschieht, wäre es ein Leichtes diese abzuschalten, anstatt eine unwirksame Sperre zu erzwingen. Wir fordern daher die Bundesregierung auf, die Bedenken endlich ernst zu nehmen und effektiv gegen Kindesmissbrauch vorzugehen."
