Kinderhilfe
Aus Wiki gegen Netzzensur
Der Verein "Kinderhilfe e.V." bzw. dessen ex-gemeinnütziger Landesverband Nordrhein-Westafalen sammelt jetzt Unterschriften Pro-Sperren [1]. Anfangen wollen sie bei einem Fußballspiel in Bielefeld [2].
Der Verein hat sich in der Vergangenheit schon einige Schnitzer erlaubt, darunter: (Welt-Quellen überwiegen, weil die in dem Zusammenhang viel recherchiert haben)
- Welt-Artikel: Schwere Vorwürfe gegen Deutsche Kinderhilfe (10.03.2008): Die Deutsche Kinderhilfe gerät zunehmend unter Druck. Der Hilfsorganisation werden zu hohe Personalkosten, fehlende Bilanzprüfungen und Unklarheiten im Umgang mit Spendengeldern vorgeworfen. Und jetzt sind der Deutschen Kinderhilfe auch noch die Datenschützer auf den Fersen.
- Welt-Artikel: Geschäfte unter dem Mantel der guten Taten? (06.04.2008): Nach dem Skandal um die deutsche Sektion des Kinderhilfswerks Unicef gerät eine weitere Organisation unter Druck: Die Deutsche Kinderhilfe hat nach Recherchen von WELT ONLINE enge Verbindungen zu einem Unternehmen. Experten sehen kommerzielle Interessen ? versteckt hinter dem Image der Wohltätigkeit.
- Welt-Artikel: Jetzt werden auch die Datenschützer misstrauisch (06.04.2008)
- Welt-Artikel: Unterstützung von Ulla Schmidt und vielen Promis (06.04.2008)
- Welt-Artikel: Von der Vergangenheit eingeholt (04.05.2008): Die "Deutsche Kinderhilfe" antwortet offensiv auf den Vorwurf, nicht klar zwischen Hilfe und Geschäft getrennt zu haben.
- Welt-Artikel: Schlammschlacht deutscher Hilfsorganisationen (29.05.2008): Der Unicef-Skandal um Beraterhonorare ist kaum vergessen, da sorgt die Deutsche Kinderhilfe für Turbulenzen. Der umstrittene Verein hat andere wohltätige Organisationen mit einer Abmahnungsoffensive überzogen, die als beispiellos gilt. Betroffene werfen der Kinderhilfe vor, andere Vereine "in Misskredit" zu bringen. (DKH hatte mehrere Dutzend Hilfsorganisationen, u.a. DLRG, Synanon, div. andere Kinderhilfsorganisationen, Behindertenhilfen, etc. kostenpflichtig abmahnen lassen)
- Welt-Artikel: Wenn Vereinsmitglieder zu Kunden werden (01.06.2008): Die Deutsche Kinderhilfe ist wegen ihrer Nähe zu einem Unternehmen für Kundenkarten in die Kritik geraten. Die "Welt am Sonntag" fand weitere Hinweise, die den Verdacht von Spendenexperten verstärken, dass mithilfe einer Vereinsstruktur Geschäfte gemacht werden. Dabei wurde auch "Der Kleine Prinz" aus Bonn geschluckt.
- Welt-Artikel: Spendenrat schließt umstrittene Kinderhilfe aus (03.06.2008): Im Spendenwesen ist der nächste Sündenfall zu beklagen: Die Deutsche Kinderhilfe (DKH) wurde aus dem Deutschen Spendenrat, einem Dachverband gemeinnütziger transparenter Organisationen, wegen mehrerer Vergehen ausgeschlossen. Die Verstrickungen der Organisation werden immer dubioser, wie WELT ONLINE herausgefunden hat.
Der Verein hat im Rahmen der Berichterstattung der WELT auch versucht, den Redakteur der WELT zu diskreditieren. So schrieb der Vorsitzende des Vereins, Georg Ehrmann u.a.:
- eMail an den Redakteur F.: Aufgrund Ihrer unwahren und tendenziösen Berichterstattung, aufgrund der Tatsache, dass Sie zwei Mal berichteten, ohne die vorher verabredeten Antworten auf Ihre Fragen als Recherche abzuwarten, haben wir keinerlei Vertrauen mehr in Ihre Arbeit. Wir stehen der Welt Redaktion gerne für ein Gespräch zur Verfügung, nicht jedoch Ihnen. Wir erlauben uns, die Leiterin des Ressorts Politik und die Chefredaktion über unsere Korrespondenz zu informieren.
- eMail an Chefredaktion: Mit Formulierungen wie "dubiose Machenschaften" ... versucht Herr F. (Anm.: der Redakteur) derzeit uns in der Öffentlichkeit zu diskreditieren ... für eine ... Tendenzberichterstattung besteht also keine Veranlassung!
Der Verein hilft Kindern nicht, es handelt sich dabei lediglich um einen Lobbyismusverband. Der Verein nimmt lediglich Fördermitglieder auf, diese sind nicht stimmberechtigt. Stimmberechtigt sind lediglich 8 Mitglieder, die gleichzeitig Mitarbeiter sind. Die außergewöhnlichen Gehälter, die sich diese Mitarbeiter genehmigen, waren bereits in der Presse. Die Mitarbeiter sind größtenteils PR-Fachleute. Der Verein gibt auf seiner Website selbst zu, wohltätige Zwecke an Politiker und Unternehmen zu verkaufen, die sich damit als wohltätig darstellen möchten. Dem Verein wurde wegen seines intransparenten Umgangs mit Spendengeldern die Gemeinnützigkeit aberkannt und er wurde vom Deutschen Spendenrat ausgeschlossen.
