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Inhaltsverzeichnis

Charta zur Innovation, Kreativität und Zugang zu Wissen

Inhalt

  • 1.Einführung
  • 2.Rechtsanforderungen
  • 3.Richtlinien für Bildung und Zugriff zu Wissen
  • 4.Strukturelle Anforderungen für die Wissensgesellschaft

1. Einführung

Wir befinden uns inmitten einer Revolution, in der Wissen und Kultur geschaffen, zugänglich gemacht und umgeformt werden kann. Bürger, Künstler und Konsumenten sind nicht länger machtlos und isoliert gegenüber den Inhalte anbietenden Industrien: Individuen können quer durch viele unterschiedliche Sparten zusammen arbeiten, teilnehmen und entscheiden. Die digitale Technologie hat eine Kluft überbrückt und ermöglicht den freien Fluss von Ideen und Wissen. Sie hat viele der geografischen und technologischen Hürden für eine Teilhabe beseitigt. Sie bietet neue Lernwerkzeuge und regt neue Möglichkeiten des sozialen, wirtschaftlichen und politischen Organisierens an. Diese Revolution ist vergleichbar mit den weit reichenden Veränderungen, die die Druckerpresse hervorgebracht hat.

Trotz dieser Veränderungen halten Unterhaltungsindustrie, die meisten Kommunikationsdiensteanbieter und die politischen Machtzentralen immer noch an veralteten Strategien fest, die auf Kontrolle der Inhalte und Werkzeuge sowie auf dem Verwalten von Knappheit basieren. Dies führt zu Einschränkungen der Rechte auf Erziehung, Zugang zu Informationen, Kultur, Wissenschaft und Technologie, Freiheit des Ausdrucks, Unversehrtheit der Kommunikation und Privatsphäre. Die Bewahrung privater Interessen wird denen der Öffentlichkeit höher gestellt und ganz allgemein gesellschaftliche Fortentwicklung behindert – vergleichbar der Art, wie die Inquisition auf die Erfindung der Druckerpresse reagierte.

Die heutigen Institutionen, Industrien, Strukturen und Bräuche werden in Zukunft nicht überlebensfähig sein, wenn sie diese Veränderungen nicht annehmen. Einige werden ihre Methoden als Antwort auf die neue Realität anpassen und verfeinern. Und wir werden dafür Rechnung tragen müssen (??? oder Da müssen wir achtsam sein (jb)

Politische und ökonomische Auswirkungen einer freien Kultur "Freie Kultur", als in Freiraum, nicht wie umsonst) vergrößert den Raum für Bürgerbeteiligung dramatisch. Sie erhöht die Möglichkeiten von Individuen und Gruppen an öffentlichen Debatten teizunehmen. Deshalb stärkt sie die Demokratie, wo gerade in Kriesen stärkere Formen von Demokratie dringend benötigt werden. "Freie Kultur" ist Voraussetzung für die Freiheit des Ausdrucks (?? der Rede??), ist selbst eine grundlegende Erfordernis für Demokratie. Sie hilft die digitale Teilung zu reduzieren, ermöglicht es, das demokratische Potential der neuen Technologien auszuschöpfen.

Freie Kultur eröffnet die Möglichkeiten neuer Modelle für bürgerliches Arrangement bei der Bereitstellung von öffentlichen Gütern und Diensten. Sie basieren auf einem gemeinschaftlichen Ansatz. Gemeinschaftlicher Ansatz bezieht sich auf ausgehandelte Regeln und Grenzen, um kollektive Werke zu verwalten und auf die Verantwortung von und den Zugang zu geteilten Resourcen. Gemeinschaftliche Verwaltung ermöglicht Partipation, Einschließung, Transparenz, gleichen Zugang und Langzeitverfügbarkeit. Wir erkennen die Gemeinschaft als charakteristische und wünschenswerte Form des Regierens an. Das bezieht sich nicht notwendigerweise auf Staaten oder konventionelle politische Institutionen und demokratisiert die Zivilgesellschaft heute als starke Kraft.

Wir erkennen an, dass diese soziale Ökonomie, zusätzlich zum privaten Markt, eine wichtige Quelle von Werten ist. Die neue Gemeinschaft, wiederbelebt durch die digitale Technologie (neben anderen Faktoren) erweitert, was die "Ökonomie" begründet. Im Augenblick unterstützen Regierungen ansehnlich die private Wirtschaft. Wir drängen auf die selbe Unterstützung für die Gemeinschaft, die sie dem privaten Markt gewähren. Alles, was eine blühende Gemeinschaft (commons) braucht ist ein gleichwertiges Spielfeld.

Die augenblickliche Finanzkrise zeigt die schwerwiegenden Grenzen des Marktwirtschaftlichen Fundamentalismus. Die verheerenden sozialen und wirtschaftlichen Konsequenzen des Finanzkollaps demonstrieren auch, das unkontrollierte Märkte, nur reguliert durch Konkurrenz und Eigeninteresse, eine Gefahr für die Zivilisation darstellen. Freies Wissen, insbesondere freie Software, ist der beste empirische Beweis, dass eine neue Form von Ethik und ein neuer Weg seinen Geschäften nachzugehen, möglich ist. Das hat jetzt schon zu einer neuen funktionstüchtigen Form von Produktion geführt, basierend auf Gewerbe oder Handel, wo der Schaffende oder Produzierende die Kontrolle über den Produktionsprozess nicht verliert und wo es keine Vermittelung durch Monopole bedarf. Diese Form der Produktion basiert auf selbstständige Initiative und Solidarität mit Anderen, auf Austausch entsprechend der Fähigkeiten und Möglichkeiten, auf demokratisches Wissen, Bildung und der Bedeutung von Produktion und auf faire Verteilung von Erträgen, entsprechend der Arbeit die ausgeführt wurde.

Wir erklären unsere Sorge um das Wohlergehen der Künstler, Wissenschaftler, Autoren oder anderen kreativen Produzenten. In dieser Charta schlagen wir eine Reihe von Möglichkeiten vor, um gemeinschaftlich Kreativität und Innovation einträglich zu machen. Freie Software, Wikipedia, und viele andere Beispiele zeigen, dass ein Modell der freien Kultur Innovation aufrechterhalten kann und das Wissensmonopole nicht notwendig sind, um Wissensgüter zu schaffen.

... to be continued ...

2. Rechtliche Forderungen

Wir haben festgestellt, dass es Lücken gibt zwischen den nationalen Regulierungen und internationalen Verträgen, die die Weitergabe von Kultur und Wissen betreffen, sowohl in privaten- und vertraglichen Beziehungen als auch in internationalen öffentlichen Grundsätzen. Wir schlagen Reformen vor, von denen wir glauben, dass sie notwendig sind um diese Mängel zu überwinden. Diese Schwachstellen in den Regulierungen und Verträgen stehen gegen das öffentliche Interesse und eine moderne, demokratische Kultur-Industrie.

Der uneingeschränkte und freie Zugang zu schöpferischen Werken und die Möglichkeit sie auf vielfältige Arten zu nutzen, ist in diesem Zusammenhang die Grundlage, um die Schaffung von intellektuellen Werken, mit Bedeutung für die Gesellschaft, dauerhaft zu ermöglichen.

A. Gemeinschaftliches Wissen und Public Domain

B. Verteidigung des Zugriffs auf technologische Infrastruktur und die Netzneutralität

C. Bürgerrechte im digitalen Kontext

D. Förderung von Kreativität und Innovation

E. Zugang zu Werken für Menschen mit SehschwächenFreie Software

3. Richtlinien für Bildung und Zugriff zu Wissen =

Freie Software

Offene Bildungsquellen

Freier Zugang

Offene Standards

4. Strukturelle Anforderungen für die Wissensgesellschaft

Privatsphäre

Infrastruktur und Marktregulierung

Öffentliche Verwaltung

Prüfung und Beschaffung von Software in der öffentlichen Verwaltung:

Persönliche Werkzeuge